Samstag, 5. November 2016

Inka Trail

Der Inka Trail - eines der Highlights der Perureise. Generelle Informationen dazu sind auf der Wikipedia-Seite zu finden.
Beim Inka Trail handelt es sich um eine geführte Wanderung auf den Spuren der Inka mit dem Ziel: Machu Picchu. Die Wanderung dauert 2-5 Tage, je nach Anbieter und gewählte Tour. Wir haben uns für den Klassiker, eine 4 Tage / 3 Nächte Tour (ca. 42km lange) entschieden. Es ist jedoch empfohlen, dass man ein wenig Wander-Erfahrung mitbringt und sich 1-3 Tage zuvor in Cusco an die Höhe akllimatiesiert hat.

Veranstalter

Da wir über unser TUI-Reisebüro die Reise gebucht haben, wurde uns Boomerang-Reisen für den Trail angeboten (Infos). Die Wanderung an sich wird jedoch von Enigma durchgeführt (Link), somit könnte man auch dort direkt buchen. Der Vorteil bei Boomerang ist, dass die sich um quasi die komplette Kommunikation und Organisation kümmern. Das kam uns sehr entgegen und ich kann sagen, dass wir es nicht bereut haben. Die Informationen waren umfangreich und auf Sonderwünsche wurde ohne Probleme eingegangen. Zudem besuchte uns unser Guide direkt im Hotel, um alles zum Trail durchzusprechen. Maximaler Komfort so gesehen.
Preislich zahlt man etwas mehr, als bei einer Direktbuchung, allerdings ist das Paket ein all-inklusive Paket, d.h. Eintritt in Macchu Picchu, Zugfahrt aus Aguas Calientes nach Ollanta, Taxi von Ollanta zum Hotel, Verpflegung während des Trails und Trail-Anmeldungen. Somit wurde alles für uns geregelt und der Ablauf lief perfekt. Auch Hinweise zur Tour gab es vorab. Somit erspart man sich das ewige Googlen.

Reiseablauf

Unsere Reise betrug 4 Tage und 3 Nächte. Die ersten zwei Tage variieren je nach Veranstalter, so dass bei einigen der zweite Tag der anstrengendste ist, bei anderen Anbieter ist dies der erste Tag. Das hängt davon ab, bei welchem Camp man übernachtet.
Auf dem Trail an sich tummeln sich mehrere Veranstalter und man rechnet pro Tourist mit 2 Portern. Die Porter sind Einheimische, die das Zelt/Küche/Toilette und alles Notwendige für die Tour tragen. Diese kriegen am Ende der Tour noch ein Trinkgeld, ebenso wie die Reiseführer. Insgesamt haben an die 400 Soles Trinkgeld geben (entspricht aktuell ca. 105€).

Es folgt noch eine Übersicht der Impressionen der verschiedenen Tage:

Tag 1 (Link - coming soon)
Tag 2 (Link - coming soon)
Tag 3 (Link - coming soon)
Tag 4 (Link - coming soon)

Hinweise / Erfahrungen

Folgende allgemeine Hinweise kann ich weitergeben:
- Einen Schlafsack kann man dort mieten. Falls man selbst nicht backpacked, ist das auch zu empfehlen. Dann reichen Inlay-Schlafsäcke vollkommen aus (z.B. von Cocoon)
- Trinkflaschen mitnehmen, Wasser wurde abgekocht und uns morgens zur Verfügung gestellt
- Gute Ausrüstung empfohlen (Jacke, Wanderschuhe, Wanderrucksack)
- Falls einem der Rucksack zu schwer wird, kann ein Porter diesen auch tragen. Kostet ca. 20€ pro Tag zusätzlich. Ist jedoch zu empfehlen, falls man am Anfang merkt, dass es nicht geht
- Kleine Snacks, falls man etwas Besonderes mag. Allerdings gab es jeden Morgen Kekse, Bananen, Nüsse und Bonbons für den Weg
- Auf keinen Fall die Höhe unterschätzen! Viel trinken und gerade, wenn es heiß ist, lieber langsamer gehen
- Regensachen zur Not mitbringen. Wir brauchten zum Glück keine, aber es kann schon ungemütlich werden
- Wanderstöcke braucht man nicht unbedingt. Ich konnte ohne gehen, meine Frau hat sich einen Stock von einem Mitwanderer geliehen.
- Bargeld für das Trinkgeld mitnehmen
- An Arznei denken (Magentabletten, Kopfschmerztabletten), sowie an Insektenschutz
- Zum Waschen wurde uns täglich Wasser und Seife zur Verfügung gestellt. Ein kleines Handtuch ist zusätzlich zu empfehlen
- Unbedingt Toilettenpapier und feuchte Tücher mitnehmen. Die Toiletten auf dem Trail haben keine Spülung (woher auch? :-)) und auf keinen Fall Tücher in den Busch schmeißen. Lieber in einer Plastiktüte sammeln

Cusco - Im Wandel der Zeit

Wie bereits angekündigt, kommt hier der versprochene Post inkl. 20 Jahre alten Bildern aus Cusco. Es geht mir hier primär um die Plaza de Armas, doch schaut euch dazu folgendes Bild an (Aufgenommen im April 2016).
Cusco - Plaza de Armas
Der Blickwinkel entspricht ungefähr folgendem Google-Maps Bild: Link. Zumindest erkennt man den Zebrastreifen und die Laterne. Wenn man diese Straße nach unten weiter geht und dann nach oben Blick, kriegt man folgenden Blickwinkel zustande: Link. Der ist quasi genau gegenüber vom aufgenommen Bild.

Jetzt die Überraschung: Vor 20 Jahren, sah es dort wie folgt aus:
Cusco - Plaza de Armas 1995
Schaut man sich hier auf der linken Seite die Fensterreihen an, so sieht man 8 Fenster, gefolgt von einem Balkon. Im Jahr 2016 ist genau diese Front immer noch erhalten. Lediglich der Schriftzug ist neu hinzugekommen. Auch die weiteren Balkons sind noch da.
Balkonfront im Jahr 2016

Leider stand ich nicht direkt am selben Platz, sonst wäre ein besserer Vergleich möglich. Interessant ist jedoch die Sicht aus der Google-Streeview Ansicht.

Sonntag, 30. Oktober 2016

Ein Tag in Cusco


Direkt nach unserem Aufenthalt im Amazonas Gebiet ging es für 2 Tage nach Cusco bevor wir uns auf den Inka Trail wagten.
Cusco ist eine sehr schöne Stadt und ich empfand sie als ein Highlight auf unserer Tour. Die Höhe ist jedoch nicht zu unterschätzen. Das Angebot unseres Hotels, eine Sauerstoffflasche zu bekommen, habe ich dankend angenommen. Gerade am ersten Tag haben wir nichts weiter gemacht und haben uns nur ausgeruht.
Sauerstoffgerät vom Hotel
Wer kann, sollte sich Tabletten gegen Höhenkrankheit einstecken. Alternativ gibt es in Cusco direkt in jedem Laden Coca-Blätter in jeglicher Form (Pur, als Gummibären, Getränke). Gerade die Coca-Blätter helfen auch gegen die Höhe.
Das Stadtzentrum, die Plaza de Armas, ist wenige Gehminuten von unserem Hotel entfernt gewesen. Es sei jedoch gesagt, dass wir einige Stufen absteigen mussten um dorthin zu gelangen. Beim Rückweg muss man diese auch wieder hochgehen, oder man nimmt alternativ ein Taxi. Insgesamt sind die Taxen in Peru relativ preiswert.
Plaza de Armas von Cusco
An der Plaza de Armas gibt es sehr viele Läden und Restaurants. Sogar ein McDonald's gibt es mittlerweile dort. Wer noch Wanderausrüstung braucht, wird auch hier fündig. Bankautomaten und Supermärkte sind auch direkt an der Plaza.
Da wir, bedingt durch die Höhe, nicht so großen Hunger hatten, sind wir der Empfehlung von unserem Hotel gefolgt und haben im Lino gespeist. Dort gibt es neben typischem peruanischem Essen auch Sushi und frischen Eistee. Für den kleinen Hunger also perfekt, auch wenn man Sushi nicht gerade mit Peru in Verbindung bringt. Dennoch war das Sushi wirklich sehr sehr lecker und der Blick auf die Plaza zeigte auch deutlich, wieso dieses Restaurant eine Empfehlung wert war und abends ausgebucht ist.
Sushi im Lino in Cusco
Nach einer Stärkung ging es per Fuß ein wenig durch Cusco. Wir landeten im heimischen Einkaufszentrum "San Pedro", welcher auf jeden Fall ein Besuch wert ist. Dort gibt es wenig Touristen (bzw. als wir da waren, waren kaum Gringos anwesend) und auch viel lokales Essen an Essensständen. Bedingt durch die Höhe und der damit verbundenen Höhenkrankheit, haben wir uns aber dagegen entschlossen auf dem Markt einzukaufen. Immerhin konnte man viel frische Ware begutachten.
Einkaufshalle San Pedro in Cusco
Abends wurde es dann etwas kühler und ein Sturm zog auf. Wohl nicht so ungewöhnlich. Der Ausblick von unserem Hotel auf Cusco bei Nacht war traumhaft schön. Leider war es schwer ein sehr gutes Foto aufzunehmen, da Regen, Dunkelheit und lediglich eine Canon SX260 mit einem nicht versierten Nutzer für Nachtaufnahmen nicht das Optimum sind.
Cusco bei Nacht
Der nächste Eintrag wird nochmal die Plaza de Armas aus dem Jahr 1995 im Vergleich zu 2016 zeigen. Es gibt immerhin ein paar Fotos, die zeigen, dass sich wenig verändert hat.

Samstag, 29. Oktober 2016

Refugio Amazonas - Tag 4 Abreise, Fazit und Flug nach Cusco

Am 4ten Tag sind wir zur Rückreise aufgebrochen. Das Schlafen ging langsam wesentlich besser. Am Vormittag sind wir noch kurz mit unserem Guide in der nahen Umgebung auf Besichtigungstour gegangen. Leider haben wir keine Schildkröten erblicken können, dafür gab es ein paar Einblicke in die Vegetation des Amazonas.
Dort wurde uns auch von der Ayahuasca Zeremonie berichtet. Klingt zumindest interessant (ist in Deutschland verboten), aber ausprobieren sollte man das nur in Begleitung eines vertrauenswürdigen Schamanen. Für uns ist das jedoch nichts.
Tag der Abreise
Bei der Abfahrt ging es wieder ca. 2 Stunden lang Flussabwärts zu einer Anlegestelle. Nach dem Anliegen ging es per Bus nach Puerto Maldonado. Im Bus habe ich dann meine Mückenstiche an der Hand aufgenommen, die mich trotz Mückenspray erwischt haben. Daher auf jeden Fall sicherstellen, dass man genügend Mückenspray (Replente) mitnimmt.
Mückenstiche

Fazit

Als Fazit kann ich nur wieder sagen, dass sich der Besuch gelohnt hat. Es war eine unglaubliche Erfahrung und hat insgesamt sehr viel Spaß gemacht. Wir kamen uns zwar etwas dekadent in der Lodge vor, allerdings gibt es auch andere Alternativen, wie z.B. der Posada Amazonas. Weitere Lodges kann man hier finden (Link).
Die Organisation und der gesamte Ablauf war mehr als gut. Wir fühlten uns durchgängig wohl und umsorgt. Bei Problemen wurde uns auch sofort geholfen. Sollte jemand also etwas mit dem Magen haben, so gibt es auch Medizin vor Ort.
Somit kann man nur sagen: Die Reise ist zu empfehlen!

Cusco 

Von Puerto Maldonado aus ging es weiter nach Cusco. Der Flug war ganz okay und das Landen auf der Höhe ist schon ein Erlebnis. Gerade beim Aussteigen sollte man etwas langsamer gehen, da nicht jeder die dünne Luft gleich gut verträgt. Tabletten gegen Höhenkrankheit werden empfohlen und direkt am Flughafen beworben.
In Cusco selbst erwartete uns der berühmte Inka Trail. Der Bericht dazu wird die nächsten Tage folgen.
Landung in Cusco
Nach der Ankunft ging es auch direkt ins Hotel. Da das zunächst vorgesehene Hotel ausgebucht war, wurde uns von unserem Reisebüro/Reiseplanung eine Alternative vorgeschlagen: Das Palacio Manco Capac.
Zum Hotel kann ich nur sagen: Eines der angenehmsten Hotels, in denen ich bis jetzt war. Das Essen war sehr gut, die Freundlichkeit super, wenig Lärm (da wenig Hotelzimmer) und man hatte vom Hotel einen super Ausblick auf Cusco. Die Berichte auf Tripadvisor spiegeln das Niveau auch wieder. Besonders das Frühstück mit dem French Toast ist zu empfehlen. Preislich sind die Speisen etwas gehobener, aber es gibt auch Aktionen, wie z.B. 3 Übernachtungen für den Preis von 2.

Lama direkt am Hotel
Aus unserem Zimmer konnten wir auch im Hinterhof direkt Lamas beobachten.