Samstag, 5. November 2016

Inka Trail

Der Inka Trail - eines der Highlights der Perureise. Generelle Informationen dazu sind auf der Wikipedia-Seite zu finden.
Beim Inka Trail handelt es sich um eine geführte Wanderung auf den Spuren der Inka mit dem Ziel: Machu Picchu. Die Wanderung dauert 2-5 Tage, je nach Anbieter und gewählte Tour. Wir haben uns für den Klassiker, eine 4 Tage / 3 Nächte Tour (ca. 42km lange) entschieden. Es ist jedoch empfohlen, dass man ein wenig Wander-Erfahrung mitbringt und sich 1-3 Tage zuvor in Cusco an die Höhe akllimatiesiert hat.

Veranstalter

Da wir über unser TUI-Reisebüro die Reise gebucht haben, wurde uns Boomerang-Reisen für den Trail angeboten (Infos). Die Wanderung an sich wird jedoch von Enigma durchgeführt (Link), somit könnte man auch dort direkt buchen. Der Vorteil bei Boomerang ist, dass die sich um quasi die komplette Kommunikation und Organisation kümmern. Das kam uns sehr entgegen und ich kann sagen, dass wir es nicht bereut haben. Die Informationen waren umfangreich und auf Sonderwünsche wurde ohne Probleme eingegangen. Zudem besuchte uns unser Guide direkt im Hotel, um alles zum Trail durchzusprechen. Maximaler Komfort so gesehen.
Preislich zahlt man etwas mehr, als bei einer Direktbuchung, allerdings ist das Paket ein all-inklusive Paket, d.h. Eintritt in Macchu Picchu, Zugfahrt aus Aguas Calientes nach Ollanta, Taxi von Ollanta zum Hotel, Verpflegung während des Trails und Trail-Anmeldungen. Somit wurde alles für uns geregelt und der Ablauf lief perfekt. Auch Hinweise zur Tour gab es vorab. Somit erspart man sich das ewige Googlen.

Reiseablauf

Unsere Reise betrug 4 Tage und 3 Nächte. Die ersten zwei Tage variieren je nach Veranstalter, so dass bei einigen der zweite Tag der anstrengendste ist, bei anderen Anbieter ist dies der erste Tag. Das hängt davon ab, bei welchem Camp man übernachtet.
Auf dem Trail an sich tummeln sich mehrere Veranstalter und man rechnet pro Tourist mit 2 Portern. Die Porter sind Einheimische, die das Zelt/Küche/Toilette und alles Notwendige für die Tour tragen. Diese kriegen am Ende der Tour noch ein Trinkgeld, ebenso wie die Reiseführer. Insgesamt haben an die 400 Soles Trinkgeld geben (entspricht aktuell ca. 105€).

Es folgt noch eine Übersicht der Impressionen der verschiedenen Tage:

Tag 1 (Link - coming soon)
Tag 2 (Link - coming soon)
Tag 3 (Link - coming soon)
Tag 4 (Link - coming soon)

Hinweise / Erfahrungen

Folgende allgemeine Hinweise kann ich weitergeben:
- Einen Schlafsack kann man dort mieten. Falls man selbst nicht backpacked, ist das auch zu empfehlen. Dann reichen Inlay-Schlafsäcke vollkommen aus (z.B. von Cocoon)
- Trinkflaschen mitnehmen, Wasser wurde abgekocht und uns morgens zur Verfügung gestellt
- Gute Ausrüstung empfohlen (Jacke, Wanderschuhe, Wanderrucksack)
- Falls einem der Rucksack zu schwer wird, kann ein Porter diesen auch tragen. Kostet ca. 20€ pro Tag zusätzlich. Ist jedoch zu empfehlen, falls man am Anfang merkt, dass es nicht geht
- Kleine Snacks, falls man etwas Besonderes mag. Allerdings gab es jeden Morgen Kekse, Bananen, Nüsse und Bonbons für den Weg
- Auf keinen Fall die Höhe unterschätzen! Viel trinken und gerade, wenn es heiß ist, lieber langsamer gehen
- Regensachen zur Not mitbringen. Wir brauchten zum Glück keine, aber es kann schon ungemütlich werden
- Wanderstöcke braucht man nicht unbedingt. Ich konnte ohne gehen, meine Frau hat sich einen Stock von einem Mitwanderer geliehen.
- Bargeld für das Trinkgeld mitnehmen
- An Arznei denken (Magentabletten, Kopfschmerztabletten), sowie an Insektenschutz
- Zum Waschen wurde uns täglich Wasser und Seife zur Verfügung gestellt. Ein kleines Handtuch ist zusätzlich zu empfehlen
- Unbedingt Toilettenpapier und feuchte Tücher mitnehmen. Die Toiletten auf dem Trail haben keine Spülung (woher auch? :-)) und auf keinen Fall Tücher in den Busch schmeißen. Lieber in einer Plastiktüte sammeln

Cusco - Im Wandel der Zeit

Wie bereits angekündigt, kommt hier der versprochene Post inkl. 20 Jahre alten Bildern aus Cusco. Es geht mir hier primär um die Plaza de Armas, doch schaut euch dazu folgendes Bild an (Aufgenommen im April 2016).
Cusco - Plaza de Armas
Der Blickwinkel entspricht ungefähr folgendem Google-Maps Bild: Link. Zumindest erkennt man den Zebrastreifen und die Laterne. Wenn man diese Straße nach unten weiter geht und dann nach oben Blick, kriegt man folgenden Blickwinkel zustande: Link. Der ist quasi genau gegenüber vom aufgenommen Bild.

Jetzt die Überraschung: Vor 20 Jahren, sah es dort wie folgt aus:
Cusco - Plaza de Armas 1995
Schaut man sich hier auf der linken Seite die Fensterreihen an, so sieht man 8 Fenster, gefolgt von einem Balkon. Im Jahr 2016 ist genau diese Front immer noch erhalten. Lediglich der Schriftzug ist neu hinzugekommen. Auch die weiteren Balkons sind noch da.
Balkonfront im Jahr 2016

Leider stand ich nicht direkt am selben Platz, sonst wäre ein besserer Vergleich möglich. Interessant ist jedoch die Sicht aus der Google-Streeview Ansicht.

Sonntag, 30. Oktober 2016

Ein Tag in Cusco


Direkt nach unserem Aufenthalt im Amazonas Gebiet ging es für 2 Tage nach Cusco bevor wir uns auf den Inka Trail wagten.
Cusco ist eine sehr schöne Stadt und ich empfand sie als ein Highlight auf unserer Tour. Die Höhe ist jedoch nicht zu unterschätzen. Das Angebot unseres Hotels, eine Sauerstoffflasche zu bekommen, habe ich dankend angenommen. Gerade am ersten Tag haben wir nichts weiter gemacht und haben uns nur ausgeruht.
Sauerstoffgerät vom Hotel
Wer kann, sollte sich Tabletten gegen Höhenkrankheit einstecken. Alternativ gibt es in Cusco direkt in jedem Laden Coca-Blätter in jeglicher Form (Pur, als Gummibären, Getränke). Gerade die Coca-Blätter helfen auch gegen die Höhe.
Das Stadtzentrum, die Plaza de Armas, ist wenige Gehminuten von unserem Hotel entfernt gewesen. Es sei jedoch gesagt, dass wir einige Stufen absteigen mussten um dorthin zu gelangen. Beim Rückweg muss man diese auch wieder hochgehen, oder man nimmt alternativ ein Taxi. Insgesamt sind die Taxen in Peru relativ preiswert.
Plaza de Armas von Cusco
An der Plaza de Armas gibt es sehr viele Läden und Restaurants. Sogar ein McDonald's gibt es mittlerweile dort. Wer noch Wanderausrüstung braucht, wird auch hier fündig. Bankautomaten und Supermärkte sind auch direkt an der Plaza.
Da wir, bedingt durch die Höhe, nicht so großen Hunger hatten, sind wir der Empfehlung von unserem Hotel gefolgt und haben im Lino gespeist. Dort gibt es neben typischem peruanischem Essen auch Sushi und frischen Eistee. Für den kleinen Hunger also perfekt, auch wenn man Sushi nicht gerade mit Peru in Verbindung bringt. Dennoch war das Sushi wirklich sehr sehr lecker und der Blick auf die Plaza zeigte auch deutlich, wieso dieses Restaurant eine Empfehlung wert war und abends ausgebucht ist.
Sushi im Lino in Cusco
Nach einer Stärkung ging es per Fuß ein wenig durch Cusco. Wir landeten im heimischen Einkaufszentrum "San Pedro", welcher auf jeden Fall ein Besuch wert ist. Dort gibt es wenig Touristen (bzw. als wir da waren, waren kaum Gringos anwesend) und auch viel lokales Essen an Essensständen. Bedingt durch die Höhe und der damit verbundenen Höhenkrankheit, haben wir uns aber dagegen entschlossen auf dem Markt einzukaufen. Immerhin konnte man viel frische Ware begutachten.
Einkaufshalle San Pedro in Cusco
Abends wurde es dann etwas kühler und ein Sturm zog auf. Wohl nicht so ungewöhnlich. Der Ausblick von unserem Hotel auf Cusco bei Nacht war traumhaft schön. Leider war es schwer ein sehr gutes Foto aufzunehmen, da Regen, Dunkelheit und lediglich eine Canon SX260 mit einem nicht versierten Nutzer für Nachtaufnahmen nicht das Optimum sind.
Cusco bei Nacht
Der nächste Eintrag wird nochmal die Plaza de Armas aus dem Jahr 1995 im Vergleich zu 2016 zeigen. Es gibt immerhin ein paar Fotos, die zeigen, dass sich wenig verändert hat.

Samstag, 29. Oktober 2016

Refugio Amazonas - Tag 4 Abreise, Fazit und Flug nach Cusco

Am 4ten Tag sind wir zur Rückreise aufgebrochen. Das Schlafen ging langsam wesentlich besser. Am Vormittag sind wir noch kurz mit unserem Guide in der nahen Umgebung auf Besichtigungstour gegangen. Leider haben wir keine Schildkröten erblicken können, dafür gab es ein paar Einblicke in die Vegetation des Amazonas.
Dort wurde uns auch von der Ayahuasca Zeremonie berichtet. Klingt zumindest interessant (ist in Deutschland verboten), aber ausprobieren sollte man das nur in Begleitung eines vertrauenswürdigen Schamanen. Für uns ist das jedoch nichts.
Tag der Abreise
Bei der Abfahrt ging es wieder ca. 2 Stunden lang Flussabwärts zu einer Anlegestelle. Nach dem Anliegen ging es per Bus nach Puerto Maldonado. Im Bus habe ich dann meine Mückenstiche an der Hand aufgenommen, die mich trotz Mückenspray erwischt haben. Daher auf jeden Fall sicherstellen, dass man genügend Mückenspray (Replente) mitnimmt.
Mückenstiche

Fazit

Als Fazit kann ich nur wieder sagen, dass sich der Besuch gelohnt hat. Es war eine unglaubliche Erfahrung und hat insgesamt sehr viel Spaß gemacht. Wir kamen uns zwar etwas dekadent in der Lodge vor, allerdings gibt es auch andere Alternativen, wie z.B. der Posada Amazonas. Weitere Lodges kann man hier finden (Link).
Die Organisation und der gesamte Ablauf war mehr als gut. Wir fühlten uns durchgängig wohl und umsorgt. Bei Problemen wurde uns auch sofort geholfen. Sollte jemand also etwas mit dem Magen haben, so gibt es auch Medizin vor Ort.
Somit kann man nur sagen: Die Reise ist zu empfehlen!

Cusco 

Von Puerto Maldonado aus ging es weiter nach Cusco. Der Flug war ganz okay und das Landen auf der Höhe ist schon ein Erlebnis. Gerade beim Aussteigen sollte man etwas langsamer gehen, da nicht jeder die dünne Luft gleich gut verträgt. Tabletten gegen Höhenkrankheit werden empfohlen und direkt am Flughafen beworben.
In Cusco selbst erwartete uns der berühmte Inka Trail. Der Bericht dazu wird die nächsten Tage folgen.
Landung in Cusco
Nach der Ankunft ging es auch direkt ins Hotel. Da das zunächst vorgesehene Hotel ausgebucht war, wurde uns von unserem Reisebüro/Reiseplanung eine Alternative vorgeschlagen: Das Palacio Manco Capac.
Zum Hotel kann ich nur sagen: Eines der angenehmsten Hotels, in denen ich bis jetzt war. Das Essen war sehr gut, die Freundlichkeit super, wenig Lärm (da wenig Hotelzimmer) und man hatte vom Hotel einen super Ausblick auf Cusco. Die Berichte auf Tripadvisor spiegeln das Niveau auch wieder. Besonders das Frühstück mit dem French Toast ist zu empfehlen. Preislich sind die Speisen etwas gehobener, aber es gibt auch Aktionen, wie z.B. 3 Übernachtungen für den Preis von 2.

Lama direkt am Hotel
Aus unserem Zimmer konnten wir auch im Hinterhof direkt Lamas beobachten. 

Mittwoch, 19. Oktober 2016

Refugio Amazonas - Tag 3 Besuch der Aras

Am 3ten Tag ging es zu einem Platz, an dem man Aras beobachten kann, wie diese den Lehm essen. Der Lehm neutralisiert die Giftstoffe von einigen Früchten, die die Aras sonst fressen. Um dahin zu gelangen, mussten wir zunächst mit dem Boot zu einer benachbarten Anlegestelle fahren und dann noch ein wenig tiefer in den Dschungel hineindringen. Der Weg dorthin war schon sehr interessant und man erlebte die Umgebung hautnah.
Lehm für die Aras
Der Lehm lag direkt an einem Fluss und an einem anliegenden Baum sammelten sich die Aras. Dank eines Fernglases konnten wir die Aras auf dem Baum sehr gut beobachten. Die Guides waren sehr hilfreich und wir waren den gesamten Vormittag an dem Ort.

Aras auf dem Baum
Geschützes Haus zum Besichtigen der Aras
Am Ort gab es eine kleine Hütte, von der aus wir alles sehr gut im Blickfeld hatten. Wasser haben wir zum Glück selbst mitgebracht (Wurde uns auch zuvor gesagt). Toiletten gab es dort keine, daher lieber vorher gehen :-).

Unser Guide hat dann noch eine interessante Entdeckung gemacht. Er kam mit einem Stock und einer Riesenameise zurück. (Bullet-Ant). Die war wirklich schnell und einfach nur groß.
Bullet-Ant auf einem Stock
Nach gut 3-4 Stunden ging es auch zurück zur Lodge. Als kleine Erinnerung gab es noch ein Foto zusammen mit unserem Guide (Grüße an Julian). Wer weitere Fotos von ihm sehen möchte, kann auf seine Facebook-Seite gehen (Link). Im Hintergrund ist der Fluss in der Nähe der Lodge zu sehen.
Gruppenfoto
Zurück auf der Lodge haben wir doch noch eine frische Paranuss gefunden. Die muss man erst mittels einer Machete oder einem anderem scharfen Gegenstand öffnen. Ich brauchte wirklich viele Anläufe :). Unser Guide hat die Nuß mit seinem ersten Schlag aufbekommen.
Ich beim Paranüsse öffnen
Und hier sind endlich die Paranüsse. Diese müssen noch per Hand und der dort gezeigten Maschine geöffnet werden und schon kann man sie genießen. Sie schmecken anders als die Nüsse hier, sind viel weicher und geschmacklich intensiver. Die Nüsse sind auch nur zu bestimmten Jahreszeiten erntereif, daher kosten sie hier auch so viel.
Frische Paranüsse

Sonntag, 9. Oktober 2016

Refugio Amazonas - Tag 2 Wanderung, Farm Besuch und Nachtwanderung

Wanderung zum See

Direkt nach dem Aufstehen ging es zunächst zum Frühstücksraum um sich zu stärken. Hier sei gesagt, dass die Nacht wirklich laut war. Es war extrem dunkel, da es kein Licht gab und morgens gegen 4 Uhr oder so, hörte man den Brüllaffen durch den Urwald brüllen. Dadurch wurde man früh wach, es war ein sehr krasses Erlebnis.

Blick auf das Frühstücksbuffet
Blick auf die Zimmer











Morgens gab es immer ein umfangreiches Buffet. Mittags gab es ein täglich wechselndes Menu mit typischen peruanischen Gerichten. Insgesamt war das Essen wirklich gut. Lediglich der Kaffee entsprach nicht unserem Geschmack. Da sind wir in Deutschland doch einiges anderes gewohnt.

Direkt nach dem Frühstück ging es weiter zur ersten Wanderung. Es ging an einen See, wo wir noch mit einem kleinen Boot unterwegs waren.

Aussichtsturm auf dem Weg
Direkt auf dem Weg dorthin kamen wir an einen Aussichtsturm vorbei und konnten von oben ein wenig den Urwald überblicken. Der Turm ist robust, also auch etwas für diejenigen, die nicht so gerne hochklettern. Der Ausblick ist ganz okay, man kann sogar bei gutem Wetter die Anden sehen.

Paranüssen
Penisbaum

Auf dem Weg durch den Dschungel haben wir vieles gesehen. Da die Paranusszeit schon vorbei war, konnten wir noch geöffnete Paranüsse finden. Allerdings haben wir paar Tage später noch frische gefunden (dazu später mehr).
Neben vielen Ameisenbauten wurde uns auch der "Penisbaum" gezeigt. Sah schon etwas komisch aus.



Nach gut 1 Stunde Wanderung hielten wir dann zufällig an, da unser Guide etwas gehört hat. Wie sich herausstellte, handelte es sich um einen bzw. mehrere Affen, die in den Bäumen hingen. Zum Glück konnten wir einige gute Bilder einfangen.
Affe auf dem Baum
Insgesamt waren 3-5 Affen zu sehen und diesmal frei in der Natur. War schon etwas anderes als im Zoo.
Noch ein Affe auf dem Baum
Weiter ging es dann zu einem abgelegenen See, wo wir zunächst mit einer Pflanze "eingerieben" wurden, die zur Färbung von T-Shirts verwendet wird. Das Blatt musste man nur lange genug reiben und schon kam rote Farbe zum Vorschein. Schon erstaunlich, wie aus einem grünen Blatt auf einmal rote Farbe rauskommt.
Mit dem Boot auf einen See
Auf dem See konnten wir dann mehrere Hoatzin (auch Stinkvogel genannt) begutachten. Diese flogen munter vor sich her. Uns wurde auch erzählt, dass auf dem See schon einmal eine Anakonda zu sehen war, dieser Anblick blieb uns aber erspart. Immerhin konnten wir noch Piranhas füttern. Leider war das Wasser zu dunkel, um diese genauer zu erkennen. Ansonsten hätte ich ein Foto nachgereicht.
Bild des Hoatzin

Zurück zur Lodge

Nach der Wanderung ging es zurück zur Lodge zum Mittag essen. Daher hier noch ein paar Eindrücke zur Lodge.
Speiseraum des Refugio Amazonas
Mülltrennung
In der Lodge selbst gab es auch mehrere verschiedene Getränke, sowie den bekannten Pisco Sour. Cola, Bier und Schnaps stand auch auf der Speisekarte.
Da wir direkt im Dschungel sind, sollte man Mülltrennung  ernst nehmen. Dafür gab es auch in der Lodge entsprechende Mülleimer.


Besuch einer Farm

Nach dem Mittag ging es weiter zur gegenüberliegenden Farm. Somit ging es zunächst mit dem Boot ans andere Ufer. Die Farm liefert u.A. Produkte in die Stadt oder an Lodges, welche daraus Essen kochen. Da im Laufe der Zeit immer mehr Touristen zu dieser Farm kamen, hat der Eigentümer eine funktionierende "Touristen-Toilette" gesponsert bekommen. Da sah man wieder, dass alle in dieser Region den Tourismus fördern möchten.
Blick auf die Farm
Auf der Farm wurden sehr viele Früchte und Pflanzen angebaut. Neben Kaffee, Bananen und Kokosnüssen gab es auch exotische Früchte. Diese haben wir nie zuvor gesehen, geschweige denn davon gehört. Hier konnte man diese dann probieren und in der Lodge gab es auch deren Saft zum Trinken.
Frische Kaffeebohnen
Sehr interessant war der sogenannte "Drachenblutbaum". Wenn dieser aufgeritzt wird, kommt eine blutähnliche Flüssigkeit raus, die zur Wundheilung verwendet wird. Nach einer kurzen Zeit verfärbt sich diese etwas dicke rote Flüssigkeit weiß und bildet quasi eine zweite Haut.
Drachenblutbaum auf der Farm
Gegen Ende der Besichtigung durften wir noch eine frische Kokosnuss ernten. Hier hat unser Guide natürlich geholfen.

Runterholen einer Kokosnuss
Kokosnuss wird geöffnet
Alleine hätten wir sie auch nicht direkt aufbekommen. Man muss nämlich erst den Kern freimachen und kann dann anschließend die Nuss konsumieren. Dank einer guten Machete war dies jedoch kein Problem.




Frische Kokosnussmilch
Nachdem die Nuss vollständig konsumiert wurde (Schmeckt wirklich besser als das hier gekaufte), ging es auch zurück zur Lodge.

Tambopata Fluss

Nachtwanderung

Abends ging es auf die Kaimanen Tour und auf dem Weg dorthin konnte man viele nachtaktive Tiere finden. So wie diese schöne Spinne unten im Bild. Diese saß direkt neben dem Gehweg.
Spinne mit Beute
Kurz bevor es ins Boot ging, kam noch ein weiteres Exemplar zur Sichtung. Diese Spinne müsste ca. 10 cm groß gewesen sein. Ein Glück blieb sie auf dem Blatt.
Große Spinne am Blatt
Damit man ein Eindruck von der Dunkelheit bekommt, ist hier noch das folgende Foto. Dank der Stirnlampe konnte man immerhin einiges sehen. Somit ist das Mitnehmen einer solche auch wirklich zu empfehlen. Man hört auch viele neue Geräusche, die während des Tages nicht wahrgenommen werden.
Eindruck der Dunkelheit
Wir gingen dann aufs Boot und fuhren mit einem Scheinwerfer auf der Suche nach Kaimanen. Es wird mit einem Scheinwerfer das Ufer abgeleuchtet und falls das Licht zurückgeworfen wird, kann dies an den Augen eines Kaimans liegen.
Da leider gerade nicht die Hochsaison ist, gab es lediglich Babykaimane, die wir gefunden haben. Insgesamt haben wir um die 4 kleinen Kaimane gesehen.

Baby Kaiman


Allerdings war es schon ein Erlebnis bei Dunkelheit auf dem Fluss zu sein und die Schönheit der Natur zu genießen. Gerade diese Nachtwanderung empfand ich als Highlight der Tour, da der Dschungel bei Nacht komplett anders ist, als alles was ich bis dahin kannte.

Refugio Amazonas - Tag 1 Ankunft


Blick auf Puerto Maldonado aus dem Flugzeug

Anreise

Auf der Tour zur Refugio Amazonas Lodge im Tambopata National Reservat sind wir zunächst nach Puerto Maldonado über Cusco geflogen und anschließend per Bus und Boot zur Lodge gefahren.
Wir haben eine 4 Tage / 3 Nächte Tour gebucht. Im Laufe der Tour ist man am Tag zu verschiedenen Aussichtspunkten gegangen oder gefahren und konnte so Eindrücke aus dem Regenwald im Amazonasgebiet mitnehmen

Wichtig zu wissen ist, dass in diesem Gebiet eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit herrscht, und trotz 30°C war es kein Problem, mit einer Jacke rumzulaufen. Dies wird sogar empfohlen, schließlich sind sehr viele Mücken und Mosquitos vorhanden. Auf keinen Fall eine Regenjacke, Mückenschutz, Wandersachen (Hose und Funktionalwäsche) und Regenponcho vergessen.

Am Flughafen wurden wir von unserem peruanischen Guide empfangen. Dieser sprach Deutsch und somit fiel die Kommunikation noch einfacher als gedacht. Insgesamt ist die gesamte Region auf den Tourismus ausgelegt und viele Einheimische arbeiten in den Lodges. Dazu später jedoch noch mehr.


Blick aus dem Bus auf die Puerto Maldonado
Vom Flughafen aus, ging es zunächst zu einer Sammelstelle, wo die Koffer abgegeben und gelagert wurden. Man sollte nur einen vollgepackten Rucksack mit Klamotten mitnehmen. Für unsere Reise reichten die Deuter-Rucksäcke vollkommen aus.
Peru-typisch sind viele Straßen nicht direkt befahrbar. Zwei Wochen bevor wir ankamen, wurde die Gegend noch von einem Unwetter heimgesucht, der die Flüsse anstiegen ließ und einiges kaputt gemacht hatte. Regenwald-typisch ging es im Regen dann zum Boot, mit dem es dann Flussaufwärts zur Lodge weiter ging.


Boots zum Refugio Amazonas
Die Bootsfahrt dauerte ca. 2,5h. Man konnte nicht soviel sehen,  das Wetter wollte nämlich nicht mitspielen. Wir waren ca. 10 Personen, die zur Lodge gebracht wurden. Das Boot war zumindest gegen Regen gut gesichert, daher wurden wir auch nicht weiter nass. Besondere Tiere oder Fische oder ähnliches konnte man nicht sehen, man sah jedoch sehr deutlich, was der starke Regen 2 Wochen zuvor angerichtet hat. Sehr viel Erderosion.


Essen auf dem Boot
Auf dem Boot gab es eine kleine Stärkung für den Touristen, nämlich das bekannte Gericht "Aroz con chaufa". Stilecht in einem Bananenbaumblatt serviert. Geschmeckt hat es sehr gut und gab eine gute Stärkung. Uns wurde erzählt, dass alle Lebensmittel, auch die in der Lodge, von regionalen Produkten hergestellt wurden. Viele der Leute hier sind auch sehr vom Tourismus abhängig und das spürt man auch. Ausnahmslos waren alle Personen sehr freundlich und zuvorkommend.

Refugio Amazonas Lodge

Nach der Bootsfahrt ging es nach ca. 10 Minuten Fußweg direkt zur Lodge. Die Lodge an sich liegt zentral im Urwald. Man kann das sehr gut auf Google sehen (Link). Insgesamt gehören mehrere Lodges dem Reservat an und jede bietet unterschiedliche Attraktionsprogramme und kostet entsprechend auch mal mehr, mal weniger.
Refugio Amazonas Lodge
Laut unserer Buchung würde man am gleichen Abend schon eine Nachtwanderung unternehmen, allerdings dauerte unsere Anreise etwas länger. Der Regen und die dadurch verlängerte Busfahrt zum Boot waren Schuld. Somit haben wir am ersten Abend nur noch Abendbrot gegessen und konnten dann schlafen gehen
Bett des Refugio Amazonas Lodge
Die Zimmer der Lodge sind alle offen, es gibt keine Türen. Lediglich Vorhänge "schließen" das Zimmer und die Toilette ab. Blickt man nach oben, so merkt man, dass die Zimmer auf komplett offen sind. Uns wurde gesagt, wir sollten Snacks und jegliches Essen in dem Tresor im Zimmer einschließen, da einige Tiere sich ggf. ins Zimmer schleichen und diese dann klauen. Uns wurde nichts geklaut :-).
Das Mückennetz oberhalb des Bettes wird von Angestellten während des Abendbrotes runtergelassen. Abends ist es auch wirklich wichtig, weil sehr viele Mücken vorhanden sind. Die Zimmer sind, wie gesagt, offen und man hat keine Fenster und Türen. Somit blickt man direkt auf den Urwald. Sehr schöne Atmosphäre.
Badezimmer des Doppelzimmers
Das Badezimmer ist auch sehr gut eingerichtet. Es wird empfohlen, die vorhandene Seife und Duschgel zu nutzen, da diese biologisch abbaubar sind. Toilettenpapier soll nur in den Mülleimer getan werden. Es gibt heißes und kaltes Wasser und insgesamt fühlt man sich sehr wohl. Fast schon etwas dekadent.
Es sei auch gesagt, dass es für einige Stunden am Tag Strom in den Zimmer gibt. Somit könnte man den Akku der Fotoapparate z.B. aufladen. Zusätzlich gibt es in der Lodge kostenloses und gefiltertes Wasser aus Wasserkanistern. Ich kann auch jedem empfehlen die Socken über die Hose zu ziehen, ansonsten erfreuen sich die Mücken an den freien Stellen!
Außenbereich im Refugio Amazonas