Sonntag, 30. Oktober 2016

Ein Tag in Cusco


Direkt nach unserem Aufenthalt im Amazonas Gebiet ging es für 2 Tage nach Cusco bevor wir uns auf den Inka Trail wagten.
Cusco ist eine sehr schöne Stadt und ich empfand sie als ein Highlight auf unserer Tour. Die Höhe ist jedoch nicht zu unterschätzen. Das Angebot unseres Hotels, eine Sauerstoffflasche zu bekommen, habe ich dankend angenommen. Gerade am ersten Tag haben wir nichts weiter gemacht und haben uns nur ausgeruht.
Sauerstoffgerät vom Hotel
Wer kann, sollte sich Tabletten gegen Höhenkrankheit einstecken. Alternativ gibt es in Cusco direkt in jedem Laden Coca-Blätter in jeglicher Form (Pur, als Gummibären, Getränke). Gerade die Coca-Blätter helfen auch gegen die Höhe.
Das Stadtzentrum, die Plaza de Armas, ist wenige Gehminuten von unserem Hotel entfernt gewesen. Es sei jedoch gesagt, dass wir einige Stufen absteigen mussten um dorthin zu gelangen. Beim Rückweg muss man diese auch wieder hochgehen, oder man nimmt alternativ ein Taxi. Insgesamt sind die Taxen in Peru relativ preiswert.
Plaza de Armas von Cusco
An der Plaza de Armas gibt es sehr viele Läden und Restaurants. Sogar ein McDonald's gibt es mittlerweile dort. Wer noch Wanderausrüstung braucht, wird auch hier fündig. Bankautomaten und Supermärkte sind auch direkt an der Plaza.
Da wir, bedingt durch die Höhe, nicht so großen Hunger hatten, sind wir der Empfehlung von unserem Hotel gefolgt und haben im Lino gespeist. Dort gibt es neben typischem peruanischem Essen auch Sushi und frischen Eistee. Für den kleinen Hunger also perfekt, auch wenn man Sushi nicht gerade mit Peru in Verbindung bringt. Dennoch war das Sushi wirklich sehr sehr lecker und der Blick auf die Plaza zeigte auch deutlich, wieso dieses Restaurant eine Empfehlung wert war und abends ausgebucht ist.
Sushi im Lino in Cusco
Nach einer Stärkung ging es per Fuß ein wenig durch Cusco. Wir landeten im heimischen Einkaufszentrum "San Pedro", welcher auf jeden Fall ein Besuch wert ist. Dort gibt es wenig Touristen (bzw. als wir da waren, waren kaum Gringos anwesend) und auch viel lokales Essen an Essensständen. Bedingt durch die Höhe und der damit verbundenen Höhenkrankheit, haben wir uns aber dagegen entschlossen auf dem Markt einzukaufen. Immerhin konnte man viel frische Ware begutachten.
Einkaufshalle San Pedro in Cusco
Abends wurde es dann etwas kühler und ein Sturm zog auf. Wohl nicht so ungewöhnlich. Der Ausblick von unserem Hotel auf Cusco bei Nacht war traumhaft schön. Leider war es schwer ein sehr gutes Foto aufzunehmen, da Regen, Dunkelheit und lediglich eine Canon SX260 mit einem nicht versierten Nutzer für Nachtaufnahmen nicht das Optimum sind.
Cusco bei Nacht
Der nächste Eintrag wird nochmal die Plaza de Armas aus dem Jahr 1995 im Vergleich zu 2016 zeigen. Es gibt immerhin ein paar Fotos, die zeigen, dass sich wenig verändert hat.

Samstag, 29. Oktober 2016

Refugio Amazonas - Tag 4 Abreise, Fazit und Flug nach Cusco

Am 4ten Tag sind wir zur Rückreise aufgebrochen. Das Schlafen ging langsam wesentlich besser. Am Vormittag sind wir noch kurz mit unserem Guide in der nahen Umgebung auf Besichtigungstour gegangen. Leider haben wir keine Schildkröten erblicken können, dafür gab es ein paar Einblicke in die Vegetation des Amazonas.
Dort wurde uns auch von der Ayahuasca Zeremonie berichtet. Klingt zumindest interessant (ist in Deutschland verboten), aber ausprobieren sollte man das nur in Begleitung eines vertrauenswürdigen Schamanen. Für uns ist das jedoch nichts.
Tag der Abreise
Bei der Abfahrt ging es wieder ca. 2 Stunden lang Flussabwärts zu einer Anlegestelle. Nach dem Anliegen ging es per Bus nach Puerto Maldonado. Im Bus habe ich dann meine Mückenstiche an der Hand aufgenommen, die mich trotz Mückenspray erwischt haben. Daher auf jeden Fall sicherstellen, dass man genügend Mückenspray (Replente) mitnimmt.
Mückenstiche

Fazit

Als Fazit kann ich nur wieder sagen, dass sich der Besuch gelohnt hat. Es war eine unglaubliche Erfahrung und hat insgesamt sehr viel Spaß gemacht. Wir kamen uns zwar etwas dekadent in der Lodge vor, allerdings gibt es auch andere Alternativen, wie z.B. der Posada Amazonas. Weitere Lodges kann man hier finden (Link).
Die Organisation und der gesamte Ablauf war mehr als gut. Wir fühlten uns durchgängig wohl und umsorgt. Bei Problemen wurde uns auch sofort geholfen. Sollte jemand also etwas mit dem Magen haben, so gibt es auch Medizin vor Ort.
Somit kann man nur sagen: Die Reise ist zu empfehlen!

Cusco 

Von Puerto Maldonado aus ging es weiter nach Cusco. Der Flug war ganz okay und das Landen auf der Höhe ist schon ein Erlebnis. Gerade beim Aussteigen sollte man etwas langsamer gehen, da nicht jeder die dünne Luft gleich gut verträgt. Tabletten gegen Höhenkrankheit werden empfohlen und direkt am Flughafen beworben.
In Cusco selbst erwartete uns der berühmte Inka Trail. Der Bericht dazu wird die nächsten Tage folgen.
Landung in Cusco
Nach der Ankunft ging es auch direkt ins Hotel. Da das zunächst vorgesehene Hotel ausgebucht war, wurde uns von unserem Reisebüro/Reiseplanung eine Alternative vorgeschlagen: Das Palacio Manco Capac.
Zum Hotel kann ich nur sagen: Eines der angenehmsten Hotels, in denen ich bis jetzt war. Das Essen war sehr gut, die Freundlichkeit super, wenig Lärm (da wenig Hotelzimmer) und man hatte vom Hotel einen super Ausblick auf Cusco. Die Berichte auf Tripadvisor spiegeln das Niveau auch wieder. Besonders das Frühstück mit dem French Toast ist zu empfehlen. Preislich sind die Speisen etwas gehobener, aber es gibt auch Aktionen, wie z.B. 3 Übernachtungen für den Preis von 2.

Lama direkt am Hotel
Aus unserem Zimmer konnten wir auch im Hinterhof direkt Lamas beobachten. 

Mittwoch, 19. Oktober 2016

Refugio Amazonas - Tag 3 Besuch der Aras

Am 3ten Tag ging es zu einem Platz, an dem man Aras beobachten kann, wie diese den Lehm essen. Der Lehm neutralisiert die Giftstoffe von einigen Früchten, die die Aras sonst fressen. Um dahin zu gelangen, mussten wir zunächst mit dem Boot zu einer benachbarten Anlegestelle fahren und dann noch ein wenig tiefer in den Dschungel hineindringen. Der Weg dorthin war schon sehr interessant und man erlebte die Umgebung hautnah.
Lehm für die Aras
Der Lehm lag direkt an einem Fluss und an einem anliegenden Baum sammelten sich die Aras. Dank eines Fernglases konnten wir die Aras auf dem Baum sehr gut beobachten. Die Guides waren sehr hilfreich und wir waren den gesamten Vormittag an dem Ort.

Aras auf dem Baum
Geschützes Haus zum Besichtigen der Aras
Am Ort gab es eine kleine Hütte, von der aus wir alles sehr gut im Blickfeld hatten. Wasser haben wir zum Glück selbst mitgebracht (Wurde uns auch zuvor gesagt). Toiletten gab es dort keine, daher lieber vorher gehen :-).

Unser Guide hat dann noch eine interessante Entdeckung gemacht. Er kam mit einem Stock und einer Riesenameise zurück. (Bullet-Ant). Die war wirklich schnell und einfach nur groß.
Bullet-Ant auf einem Stock
Nach gut 3-4 Stunden ging es auch zurück zur Lodge. Als kleine Erinnerung gab es noch ein Foto zusammen mit unserem Guide (Grüße an Julian). Wer weitere Fotos von ihm sehen möchte, kann auf seine Facebook-Seite gehen (Link). Im Hintergrund ist der Fluss in der Nähe der Lodge zu sehen.
Gruppenfoto
Zurück auf der Lodge haben wir doch noch eine frische Paranuss gefunden. Die muss man erst mittels einer Machete oder einem anderem scharfen Gegenstand öffnen. Ich brauchte wirklich viele Anläufe :). Unser Guide hat die Nuß mit seinem ersten Schlag aufbekommen.
Ich beim Paranüsse öffnen
Und hier sind endlich die Paranüsse. Diese müssen noch per Hand und der dort gezeigten Maschine geöffnet werden und schon kann man sie genießen. Sie schmecken anders als die Nüsse hier, sind viel weicher und geschmacklich intensiver. Die Nüsse sind auch nur zu bestimmten Jahreszeiten erntereif, daher kosten sie hier auch so viel.
Frische Paranüsse

Sonntag, 9. Oktober 2016

Refugio Amazonas - Tag 2 Wanderung, Farm Besuch und Nachtwanderung

Wanderung zum See

Direkt nach dem Aufstehen ging es zunächst zum Frühstücksraum um sich zu stärken. Hier sei gesagt, dass die Nacht wirklich laut war. Es war extrem dunkel, da es kein Licht gab und morgens gegen 4 Uhr oder so, hörte man den Brüllaffen durch den Urwald brüllen. Dadurch wurde man früh wach, es war ein sehr krasses Erlebnis.

Blick auf das Frühstücksbuffet
Blick auf die Zimmer











Morgens gab es immer ein umfangreiches Buffet. Mittags gab es ein täglich wechselndes Menu mit typischen peruanischen Gerichten. Insgesamt war das Essen wirklich gut. Lediglich der Kaffee entsprach nicht unserem Geschmack. Da sind wir in Deutschland doch einiges anderes gewohnt.

Direkt nach dem Frühstück ging es weiter zur ersten Wanderung. Es ging an einen See, wo wir noch mit einem kleinen Boot unterwegs waren.

Aussichtsturm auf dem Weg
Direkt auf dem Weg dorthin kamen wir an einen Aussichtsturm vorbei und konnten von oben ein wenig den Urwald überblicken. Der Turm ist robust, also auch etwas für diejenigen, die nicht so gerne hochklettern. Der Ausblick ist ganz okay, man kann sogar bei gutem Wetter die Anden sehen.

Paranüssen
Penisbaum

Auf dem Weg durch den Dschungel haben wir vieles gesehen. Da die Paranusszeit schon vorbei war, konnten wir noch geöffnete Paranüsse finden. Allerdings haben wir paar Tage später noch frische gefunden (dazu später mehr).
Neben vielen Ameisenbauten wurde uns auch der "Penisbaum" gezeigt. Sah schon etwas komisch aus.



Nach gut 1 Stunde Wanderung hielten wir dann zufällig an, da unser Guide etwas gehört hat. Wie sich herausstellte, handelte es sich um einen bzw. mehrere Affen, die in den Bäumen hingen. Zum Glück konnten wir einige gute Bilder einfangen.
Affe auf dem Baum
Insgesamt waren 3-5 Affen zu sehen und diesmal frei in der Natur. War schon etwas anderes als im Zoo.
Noch ein Affe auf dem Baum
Weiter ging es dann zu einem abgelegenen See, wo wir zunächst mit einer Pflanze "eingerieben" wurden, die zur Färbung von T-Shirts verwendet wird. Das Blatt musste man nur lange genug reiben und schon kam rote Farbe zum Vorschein. Schon erstaunlich, wie aus einem grünen Blatt auf einmal rote Farbe rauskommt.
Mit dem Boot auf einen See
Auf dem See konnten wir dann mehrere Hoatzin (auch Stinkvogel genannt) begutachten. Diese flogen munter vor sich her. Uns wurde auch erzählt, dass auf dem See schon einmal eine Anakonda zu sehen war, dieser Anblick blieb uns aber erspart. Immerhin konnten wir noch Piranhas füttern. Leider war das Wasser zu dunkel, um diese genauer zu erkennen. Ansonsten hätte ich ein Foto nachgereicht.
Bild des Hoatzin

Zurück zur Lodge

Nach der Wanderung ging es zurück zur Lodge zum Mittag essen. Daher hier noch ein paar Eindrücke zur Lodge.
Speiseraum des Refugio Amazonas
Mülltrennung
In der Lodge selbst gab es auch mehrere verschiedene Getränke, sowie den bekannten Pisco Sour. Cola, Bier und Schnaps stand auch auf der Speisekarte.
Da wir direkt im Dschungel sind, sollte man Mülltrennung  ernst nehmen. Dafür gab es auch in der Lodge entsprechende Mülleimer.


Besuch einer Farm

Nach dem Mittag ging es weiter zur gegenüberliegenden Farm. Somit ging es zunächst mit dem Boot ans andere Ufer. Die Farm liefert u.A. Produkte in die Stadt oder an Lodges, welche daraus Essen kochen. Da im Laufe der Zeit immer mehr Touristen zu dieser Farm kamen, hat der Eigentümer eine funktionierende "Touristen-Toilette" gesponsert bekommen. Da sah man wieder, dass alle in dieser Region den Tourismus fördern möchten.
Blick auf die Farm
Auf der Farm wurden sehr viele Früchte und Pflanzen angebaut. Neben Kaffee, Bananen und Kokosnüssen gab es auch exotische Früchte. Diese haben wir nie zuvor gesehen, geschweige denn davon gehört. Hier konnte man diese dann probieren und in der Lodge gab es auch deren Saft zum Trinken.
Frische Kaffeebohnen
Sehr interessant war der sogenannte "Drachenblutbaum". Wenn dieser aufgeritzt wird, kommt eine blutähnliche Flüssigkeit raus, die zur Wundheilung verwendet wird. Nach einer kurzen Zeit verfärbt sich diese etwas dicke rote Flüssigkeit weiß und bildet quasi eine zweite Haut.
Drachenblutbaum auf der Farm
Gegen Ende der Besichtigung durften wir noch eine frische Kokosnuss ernten. Hier hat unser Guide natürlich geholfen.

Runterholen einer Kokosnuss
Kokosnuss wird geöffnet
Alleine hätten wir sie auch nicht direkt aufbekommen. Man muss nämlich erst den Kern freimachen und kann dann anschließend die Nuss konsumieren. Dank einer guten Machete war dies jedoch kein Problem.




Frische Kokosnussmilch
Nachdem die Nuss vollständig konsumiert wurde (Schmeckt wirklich besser als das hier gekaufte), ging es auch zurück zur Lodge.

Tambopata Fluss

Nachtwanderung

Abends ging es auf die Kaimanen Tour und auf dem Weg dorthin konnte man viele nachtaktive Tiere finden. So wie diese schöne Spinne unten im Bild. Diese saß direkt neben dem Gehweg.
Spinne mit Beute
Kurz bevor es ins Boot ging, kam noch ein weiteres Exemplar zur Sichtung. Diese Spinne müsste ca. 10 cm groß gewesen sein. Ein Glück blieb sie auf dem Blatt.
Große Spinne am Blatt
Damit man ein Eindruck von der Dunkelheit bekommt, ist hier noch das folgende Foto. Dank der Stirnlampe konnte man immerhin einiges sehen. Somit ist das Mitnehmen einer solche auch wirklich zu empfehlen. Man hört auch viele neue Geräusche, die während des Tages nicht wahrgenommen werden.
Eindruck der Dunkelheit
Wir gingen dann aufs Boot und fuhren mit einem Scheinwerfer auf der Suche nach Kaimanen. Es wird mit einem Scheinwerfer das Ufer abgeleuchtet und falls das Licht zurückgeworfen wird, kann dies an den Augen eines Kaimans liegen.
Da leider gerade nicht die Hochsaison ist, gab es lediglich Babykaimane, die wir gefunden haben. Insgesamt haben wir um die 4 kleinen Kaimane gesehen.

Baby Kaiman


Allerdings war es schon ein Erlebnis bei Dunkelheit auf dem Fluss zu sein und die Schönheit der Natur zu genießen. Gerade diese Nachtwanderung empfand ich als Highlight der Tour, da der Dschungel bei Nacht komplett anders ist, als alles was ich bis dahin kannte.

Refugio Amazonas - Tag 1 Ankunft


Blick auf Puerto Maldonado aus dem Flugzeug

Anreise

Auf der Tour zur Refugio Amazonas Lodge im Tambopata National Reservat sind wir zunächst nach Puerto Maldonado über Cusco geflogen und anschließend per Bus und Boot zur Lodge gefahren.
Wir haben eine 4 Tage / 3 Nächte Tour gebucht. Im Laufe der Tour ist man am Tag zu verschiedenen Aussichtspunkten gegangen oder gefahren und konnte so Eindrücke aus dem Regenwald im Amazonasgebiet mitnehmen

Wichtig zu wissen ist, dass in diesem Gebiet eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit herrscht, und trotz 30°C war es kein Problem, mit einer Jacke rumzulaufen. Dies wird sogar empfohlen, schließlich sind sehr viele Mücken und Mosquitos vorhanden. Auf keinen Fall eine Regenjacke, Mückenschutz, Wandersachen (Hose und Funktionalwäsche) und Regenponcho vergessen.

Am Flughafen wurden wir von unserem peruanischen Guide empfangen. Dieser sprach Deutsch und somit fiel die Kommunikation noch einfacher als gedacht. Insgesamt ist die gesamte Region auf den Tourismus ausgelegt und viele Einheimische arbeiten in den Lodges. Dazu später jedoch noch mehr.


Blick aus dem Bus auf die Puerto Maldonado
Vom Flughafen aus, ging es zunächst zu einer Sammelstelle, wo die Koffer abgegeben und gelagert wurden. Man sollte nur einen vollgepackten Rucksack mit Klamotten mitnehmen. Für unsere Reise reichten die Deuter-Rucksäcke vollkommen aus.
Peru-typisch sind viele Straßen nicht direkt befahrbar. Zwei Wochen bevor wir ankamen, wurde die Gegend noch von einem Unwetter heimgesucht, der die Flüsse anstiegen ließ und einiges kaputt gemacht hatte. Regenwald-typisch ging es im Regen dann zum Boot, mit dem es dann Flussaufwärts zur Lodge weiter ging.


Boots zum Refugio Amazonas
Die Bootsfahrt dauerte ca. 2,5h. Man konnte nicht soviel sehen,  das Wetter wollte nämlich nicht mitspielen. Wir waren ca. 10 Personen, die zur Lodge gebracht wurden. Das Boot war zumindest gegen Regen gut gesichert, daher wurden wir auch nicht weiter nass. Besondere Tiere oder Fische oder ähnliches konnte man nicht sehen, man sah jedoch sehr deutlich, was der starke Regen 2 Wochen zuvor angerichtet hat. Sehr viel Erderosion.


Essen auf dem Boot
Auf dem Boot gab es eine kleine Stärkung für den Touristen, nämlich das bekannte Gericht "Aroz con chaufa". Stilecht in einem Bananenbaumblatt serviert. Geschmeckt hat es sehr gut und gab eine gute Stärkung. Uns wurde erzählt, dass alle Lebensmittel, auch die in der Lodge, von regionalen Produkten hergestellt wurden. Viele der Leute hier sind auch sehr vom Tourismus abhängig und das spürt man auch. Ausnahmslos waren alle Personen sehr freundlich und zuvorkommend.

Refugio Amazonas Lodge

Nach der Bootsfahrt ging es nach ca. 10 Minuten Fußweg direkt zur Lodge. Die Lodge an sich liegt zentral im Urwald. Man kann das sehr gut auf Google sehen (Link). Insgesamt gehören mehrere Lodges dem Reservat an und jede bietet unterschiedliche Attraktionsprogramme und kostet entsprechend auch mal mehr, mal weniger.
Refugio Amazonas Lodge
Laut unserer Buchung würde man am gleichen Abend schon eine Nachtwanderung unternehmen, allerdings dauerte unsere Anreise etwas länger. Der Regen und die dadurch verlängerte Busfahrt zum Boot waren Schuld. Somit haben wir am ersten Abend nur noch Abendbrot gegessen und konnten dann schlafen gehen
Bett des Refugio Amazonas Lodge
Die Zimmer der Lodge sind alle offen, es gibt keine Türen. Lediglich Vorhänge "schließen" das Zimmer und die Toilette ab. Blickt man nach oben, so merkt man, dass die Zimmer auf komplett offen sind. Uns wurde gesagt, wir sollten Snacks und jegliches Essen in dem Tresor im Zimmer einschließen, da einige Tiere sich ggf. ins Zimmer schleichen und diese dann klauen. Uns wurde nichts geklaut :-).
Das Mückennetz oberhalb des Bettes wird von Angestellten während des Abendbrotes runtergelassen. Abends ist es auch wirklich wichtig, weil sehr viele Mücken vorhanden sind. Die Zimmer sind, wie gesagt, offen und man hat keine Fenster und Türen. Somit blickt man direkt auf den Urwald. Sehr schöne Atmosphäre.
Badezimmer des Doppelzimmers
Das Badezimmer ist auch sehr gut eingerichtet. Es wird empfohlen, die vorhandene Seife und Duschgel zu nutzen, da diese biologisch abbaubar sind. Toilettenpapier soll nur in den Mülleimer getan werden. Es gibt heißes und kaltes Wasser und insgesamt fühlt man sich sehr wohl. Fast schon etwas dekadent.
Es sei auch gesagt, dass es für einige Stunden am Tag Strom in den Zimmer gibt. Somit könnte man den Akku der Fotoapparate z.B. aufladen. Zusätzlich gibt es in der Lodge kostenloses und gefiltertes Wasser aus Wasserkanistern. Ich kann auch jedem empfehlen die Socken über die Hose zu ziehen, ansonsten erfreuen sich die Mücken an den freien Stellen!
Außenbereich im Refugio Amazonas

Refugio Amazonas - Übersicht und Berichte

Wir haben eine 4 Tage / 3 Nächte Tour des Refugio Amazonas bei Boomerang-Reisen gebucht (Informationen).

Per Flieger ging es von Lima nach Cusco und dann weiter nach Puerto Maldonado. Der Flughafen in Cusco ist eine Erfahrung wert, da man zwischen einigen Gebirgen hindurchfliegt. Wir mussten dann nur im Flugzeug sitzen bleiben und dann ging es weiter nach Puerto Maldonado. Dort wurden wir von einem deutschsprechenden Guide empfangen. Da in unserem Zeitraum relativ wenig los war, waren wir nur zu zweit mit dem Guide, also quasi unser persönlicher Guide. Das Deutsch war gut verständlich und wir waren erstaunt, dass es so etwas gab.

 

Ablauf Refugio Amazonas Tour

Die Refugio Amazonas Tour war in 4 Tage und 3 Nächte aufgeteilt:
  1. Tag: Ankunft inkl. 2.5h Bootsfahrt (Link)
  2. Tag: Wanderung zu einem See Besuch einer Farm und Nachwanderung (Link)
  3. Tag: Wanderung Lehmlecke inkl. Ara Papagei und Wanderung in der Umgebung (Link)
  4. Tag: Abfahrt und Rückflug (Link)
Insgesamt war alles sehr professionell durchorganisiert. Kurz bevor wir ankamen hat jedoch ein Blitzeinschlag das Wlan lahm gelegt, daher waren wir wirklich "offline". Aber genau das hat uns viel Entspannung gebracht. Es sei auch angemerkt, dass der Handy-Empfang sehr schlecht war. Es gibt wohl nur einen Anbieter, der etwas Reichweite dort hat (Ich meine es war Claro und nicht Entel).

Montag, 3. Oktober 2016

Flug Ankunft und Kurzeindruck Lima

Der Flug

Der erste Tag war eigentlich nur von einem sehr nervigen Flug geprägt. Achso, und natürlich vom Aufstehen um 2:30 Uhr morgens. 3:40 Uhr war Abfahrt nach Hannover, dann von 6:00 - 7:00 Flug nach Amsterdam/Schipohl und der Flug mit KLM nach Peru ging von 12:25 Uhr - 19:05 (Ortszeit).

In Amsterdam gab es dann erstmal ein Powerfrühstück ("Dutch Breakfast"). 2x Käse, 2x Schinken und 3 Eier für jeden. Zum Flughafen selbst kann ich nur sagen, dass er sehr groß ist, es kostenloses WLan und Auflademöglichkeiten für's Handy gibt. Zusätzlich sehr viele Essenstände und ein Foodcourt mit unterschiedlichen Gerichten.


Klassisches Amsterdam Frühstück in Schiphol
Anschließend ging es in den Flieger. Dort konnten wir einige Filme schauen, das Essen war auch sehr gut und es gab genügend Getränke. KLM kann man da wirklich empfehlen. Nächstes Mal trinken wir aber mehr Wein, dann können wir länger im Flieger schlafen. Oder buchen doch die Extra Economy Klasse für mehr Beinfreiheit.

Ankunft in Lima/Peru
Die Ankunft in Lima verlief unproblematisch. Nach gut 30 Minuten kamen unsere Koffer auch an. Ich wirke nur so fröhlich, da es mittlerweile schon 20:00 Uhr Ortszeit war. inkl. Zeitverschiebung also 2:00 Uhr morgens deutsche Zeit. Somit fast schon 24 Std. auf den Beinen bzw. unterwegs. Dafür sehe ich aber echt noch fit aus!

Autofahrt in Lima
Die erste Autofahrt in Lima. Wie damals, alle fahren gefühlt wie sie wollen, es wird nur gehupt und einen TÜV wird es hier in den nächsten 20 Jahren auch nicht geben. Immerhin wurden wir nicht überfallen und kamen sicher bei unseren Bekannten an.
Hinweis: Laut diversen Berichten sollte man kein Taxi von außerhalb des Flughafens nutzen. Im Flughafen selbst gibt es zugelassene Taxen, daher bitte diese nutzen. Alternativ von Deutschland aus den Transport schon organisieren. Die Kriminalität ist doch spürbar und gerade am Flughafen sind die "Gringos" (Ausländer) häufig Opfer von Kurzentführungen und Überfällen. Alternativ können auch Taxi-App's (Übersicht) wie Easytaxi, Taxi Satelital oder Uber genutzt werden. Sofern man ein Datentarif hat.

Lima

Zu Lima an sich kann man sehr viel sagen. Es leben dort fast 9 Mio. Einwohner und es gibt mehre Stadtbezirke. Bei unserer Bustour mit dem Mirabus (Link) wurde uns gesagt, das lediglich 3 von 30 Bezirken etwas "reicher" sind. In den anderen herrscht viel Armut. Eine Stadtrundfahrt mit dem Mirabus ist dennoch interessant und man sieht kompakt einiges der Stadt.


Kommen wir aber zu etwas anderem: unserem damaligen Haus:
Hauseinfahrt 1996
So sah das Haus bis 1996 aus. Wer es sich heute bzw. von der Zeit wo das Google-Auto vorbei fuhr anschauen möchte, der muss nur diesem Link folgen: Link
Interessant ist, dass lediglich etwas mehr grün vorhanden ist. Der Strauch vorne lebt immer noch :).


Hauseinfahrt 2016
Hier stehe ich nochmal direkt vor unserem alten Haus. Dank günstigen Taxifahrten kommt man gut überall hin, es wird jedoch empfohlen Spanisch zu sprechen. Zumindest Grundkenntnisse zu haben, da nicht alle Englisch verstehen. Immerhin sind die Leute sehr nett und versuchen einen zu verstehen, somit käme man auch ohne Spanisch zurecht. Mit Spanisch ist es jedoch wesentlich angenehmer.

Einkaufszentren

Nach der Tour zum alten Haus ging es zum Einkaufszentrum Larcomar. Das liegt direkt am Meer und ist ein Touri-Zentrum Deluxe. Es ist im Grunde eine Einkaufsmall mit europäischen Preisen. Günstig sieht anders aus, auch das Klientel ist eher der Tourist. Daher gerade bei Dieben sehr beliebt.

Ausblick vom Einkaufszentrum Larcomar
Blick in das Einkaufszentrum


Sicht vom Einkaufszentrum Larcomar über die Küste Limas. Insgesamt ein sehr schöner Ausblick von dort aus!




Wer etwas mehr "Aktion" haben möchte, der kann zum Polvos Azules. Dort findet man quasi alles und günstig. Nicht immer Original Ware und Taschendiebe sind dort auch öfters. Zumindest sieht es nicht mehr so aus wie früher, da ging man da als Gringo lieber nicht alleine hin. Andere Einkaufszentren sind das Jockey Plaza (SEHR groß und amerikanisch)  und Real Plaza Salaverry. Uns hat letzteres am meisten gefallen, da es dort etwas ruhiger und nicht voll mit Touristen war. Gefühlt gingen dort auch mehr Einheimische einkaufen als in den anderen.

Polvos Azules
Ca. 3 Km entfernt von den Polvos Azules liegt auch die Plaza de Armas, quasi dem Stadt Zentrum von Lima. In Südamerika hat fast jede Stadt eine Plaza de Armas, dies ist auch als Plaza Major bekannt und symbolisiert den Hauptplatz einer Stadt.

Plaza de Armas von Lima

Diverses

Etwas ungewöhnlich für Deutsche sind die Tankstellen direkt an der Straße. Dort kann dann natürlich getankt werden und während einer Rot-Phase kommen auch Verkäufer ans Fenster und verkaufen einem Eis, Getränke und Süßigkeiten. Einige Bettler gibt es auch hin und wieder. Auch hier ist Vorsicht geboten, immer daran denken, dass im Auto die Türen verschlossen sind und Wertgegenstände nicht sichtbar sind. Überfälle gibt es häufig, besonders an Ampeln. Interessant ist auch, dass wir aus Deutschland aus kein Auto in Peru vom Reisebüro aus mieten konnten. Europcar und ähnliche Anbieter bieten aber welche an. Nur empfehlen würde ich es keinem Fahranfänger, es ist doch ein etwas anderes "fahren". Und versichert ist da mit Sicherheit auch nicht jeder...

Tankstelle innerhalb der Stadt
Peru ist auch bekannt für sein sehr gutes Essen. Wir waren in einer Einkaufsmall im Tanta Restaurant (Link) essen. Dort gab es das bekannte "Lomo Saltado". Die Karten waren auf Englisch und Spanisch vorhanden, insgesamt war der Service, das Essen und auch der Preis sehr lohnenswert. Es gibt sicherlich auch gute spezielle Lokalitäten, jedoch muß man beim Essen von Straßenständen etwas aufpassen. Das peruanische Wasser ist nicht mit europäischen Standards vergleichbar, es enthält viel mehr Keime. Auch bei käuflichem Trinkwasser sollte man etwas aufpassen.

Lomo Saltado im Tanta

Weitere Informationen

Da es hier im Blog primär um das Refugio Amazonas und den Inka Trail gehen soll, gab es nur einen kurzen Eindruck von Lima. Zur Schule ging ich zur Alexander von Humboldt Schule in Lima (Link), die immerhin 2016 zu einer der besten deutschen Auslandsschule gewählt wurde (Quelle).