Sonntag, 9. Oktober 2016

Refugio Amazonas - Tag 2 Wanderung, Farm Besuch und Nachtwanderung

Wanderung zum See

Direkt nach dem Aufstehen ging es zunächst zum Frühstücksraum um sich zu stärken. Hier sei gesagt, dass die Nacht wirklich laut war. Es war extrem dunkel, da es kein Licht gab und morgens gegen 4 Uhr oder so, hörte man den Brüllaffen durch den Urwald brüllen. Dadurch wurde man früh wach, es war ein sehr krasses Erlebnis.

Blick auf das Frühstücksbuffet
Blick auf die Zimmer











Morgens gab es immer ein umfangreiches Buffet. Mittags gab es ein täglich wechselndes Menu mit typischen peruanischen Gerichten. Insgesamt war das Essen wirklich gut. Lediglich der Kaffee entsprach nicht unserem Geschmack. Da sind wir in Deutschland doch einiges anderes gewohnt.

Direkt nach dem Frühstück ging es weiter zur ersten Wanderung. Es ging an einen See, wo wir noch mit einem kleinen Boot unterwegs waren.

Aussichtsturm auf dem Weg
Direkt auf dem Weg dorthin kamen wir an einen Aussichtsturm vorbei und konnten von oben ein wenig den Urwald überblicken. Der Turm ist robust, also auch etwas für diejenigen, die nicht so gerne hochklettern. Der Ausblick ist ganz okay, man kann sogar bei gutem Wetter die Anden sehen.

Paranüssen
Penisbaum

Auf dem Weg durch den Dschungel haben wir vieles gesehen. Da die Paranusszeit schon vorbei war, konnten wir noch geöffnete Paranüsse finden. Allerdings haben wir paar Tage später noch frische gefunden (dazu später mehr).
Neben vielen Ameisenbauten wurde uns auch der "Penisbaum" gezeigt. Sah schon etwas komisch aus.



Nach gut 1 Stunde Wanderung hielten wir dann zufällig an, da unser Guide etwas gehört hat. Wie sich herausstellte, handelte es sich um einen bzw. mehrere Affen, die in den Bäumen hingen. Zum Glück konnten wir einige gute Bilder einfangen.
Affe auf dem Baum
Insgesamt waren 3-5 Affen zu sehen und diesmal frei in der Natur. War schon etwas anderes als im Zoo.
Noch ein Affe auf dem Baum
Weiter ging es dann zu einem abgelegenen See, wo wir zunächst mit einer Pflanze "eingerieben" wurden, die zur Färbung von T-Shirts verwendet wird. Das Blatt musste man nur lange genug reiben und schon kam rote Farbe zum Vorschein. Schon erstaunlich, wie aus einem grünen Blatt auf einmal rote Farbe rauskommt.
Mit dem Boot auf einen See
Auf dem See konnten wir dann mehrere Hoatzin (auch Stinkvogel genannt) begutachten. Diese flogen munter vor sich her. Uns wurde auch erzählt, dass auf dem See schon einmal eine Anakonda zu sehen war, dieser Anblick blieb uns aber erspart. Immerhin konnten wir noch Piranhas füttern. Leider war das Wasser zu dunkel, um diese genauer zu erkennen. Ansonsten hätte ich ein Foto nachgereicht.
Bild des Hoatzin

Zurück zur Lodge

Nach der Wanderung ging es zurück zur Lodge zum Mittag essen. Daher hier noch ein paar Eindrücke zur Lodge.
Speiseraum des Refugio Amazonas
Mülltrennung
In der Lodge selbst gab es auch mehrere verschiedene Getränke, sowie den bekannten Pisco Sour. Cola, Bier und Schnaps stand auch auf der Speisekarte.
Da wir direkt im Dschungel sind, sollte man Mülltrennung  ernst nehmen. Dafür gab es auch in der Lodge entsprechende Mülleimer.


Besuch einer Farm

Nach dem Mittag ging es weiter zur gegenüberliegenden Farm. Somit ging es zunächst mit dem Boot ans andere Ufer. Die Farm liefert u.A. Produkte in die Stadt oder an Lodges, welche daraus Essen kochen. Da im Laufe der Zeit immer mehr Touristen zu dieser Farm kamen, hat der Eigentümer eine funktionierende "Touristen-Toilette" gesponsert bekommen. Da sah man wieder, dass alle in dieser Region den Tourismus fördern möchten.
Blick auf die Farm
Auf der Farm wurden sehr viele Früchte und Pflanzen angebaut. Neben Kaffee, Bananen und Kokosnüssen gab es auch exotische Früchte. Diese haben wir nie zuvor gesehen, geschweige denn davon gehört. Hier konnte man diese dann probieren und in der Lodge gab es auch deren Saft zum Trinken.
Frische Kaffeebohnen
Sehr interessant war der sogenannte "Drachenblutbaum". Wenn dieser aufgeritzt wird, kommt eine blutähnliche Flüssigkeit raus, die zur Wundheilung verwendet wird. Nach einer kurzen Zeit verfärbt sich diese etwas dicke rote Flüssigkeit weiß und bildet quasi eine zweite Haut.
Drachenblutbaum auf der Farm
Gegen Ende der Besichtigung durften wir noch eine frische Kokosnuss ernten. Hier hat unser Guide natürlich geholfen.

Runterholen einer Kokosnuss
Kokosnuss wird geöffnet
Alleine hätten wir sie auch nicht direkt aufbekommen. Man muss nämlich erst den Kern freimachen und kann dann anschließend die Nuss konsumieren. Dank einer guten Machete war dies jedoch kein Problem.




Frische Kokosnussmilch
Nachdem die Nuss vollständig konsumiert wurde (Schmeckt wirklich besser als das hier gekaufte), ging es auch zurück zur Lodge.

Tambopata Fluss

Nachtwanderung

Abends ging es auf die Kaimanen Tour und auf dem Weg dorthin konnte man viele nachtaktive Tiere finden. So wie diese schöne Spinne unten im Bild. Diese saß direkt neben dem Gehweg.
Spinne mit Beute
Kurz bevor es ins Boot ging, kam noch ein weiteres Exemplar zur Sichtung. Diese Spinne müsste ca. 10 cm groß gewesen sein. Ein Glück blieb sie auf dem Blatt.
Große Spinne am Blatt
Damit man ein Eindruck von der Dunkelheit bekommt, ist hier noch das folgende Foto. Dank der Stirnlampe konnte man immerhin einiges sehen. Somit ist das Mitnehmen einer solche auch wirklich zu empfehlen. Man hört auch viele neue Geräusche, die während des Tages nicht wahrgenommen werden.
Eindruck der Dunkelheit
Wir gingen dann aufs Boot und fuhren mit einem Scheinwerfer auf der Suche nach Kaimanen. Es wird mit einem Scheinwerfer das Ufer abgeleuchtet und falls das Licht zurückgeworfen wird, kann dies an den Augen eines Kaimans liegen.
Da leider gerade nicht die Hochsaison ist, gab es lediglich Babykaimane, die wir gefunden haben. Insgesamt haben wir um die 4 kleinen Kaimane gesehen.

Baby Kaiman


Allerdings war es schon ein Erlebnis bei Dunkelheit auf dem Fluss zu sein und die Schönheit der Natur zu genießen. Gerade diese Nachtwanderung empfand ich als Highlight der Tour, da der Dschungel bei Nacht komplett anders ist, als alles was ich bis dahin kannte.